Maßnahmen gegen Geldwäsche (Anti-Money Laundering)

Einleitung

Liechtenstein ist seit vielen Jahren ein aktives Mitglied von MONEYVAL. Dabei handelt es sich um den 1997 gegründeten Expertenausschuss des Europarats zur Bewertung nationaler Massnahmen gegen Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung. Dieses Regionale Gremium nach Vorbild der FATF hat den Auftrag, durch wechselseitige Evaluierungen der einzelnen Mitgliedstaaten sicherzustellen, dass deren Massnahmen gegen Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung den FATF-Standards entsprechen. MONEYVAL ist assoziiertes Mitglied der FATF und erstattet der FATF regelmässig Bericht.

Als EWR-Mitglied hat Liechtenstein die 4. EU-Geldwäsche Richtlinie (EU) 2015/849 als auch die Verordnung (EU) 2015/847 über die Übermittlung von Angaben bei Geldtransfers umgesetzt.

Maßnahmen von repay.me

repay.me Mundial GmbH (repay.me), Lichtenstein engagiert sich entschlossen bei internationalen Bemühungen gegen Geldwäsche und gegen die Finanzierung terroristischer und krimineller Aktivitäten.

Dafür hat repay.me ein Programm zur Verhinderung der Geldwäsche aufgesetzt, dem als Mindeststandard die Einhaltung anwendbarer, in Liechtenstein vorgeschriebener Vorschriften gegen Geldwäsche sowie alle lokalen Gesetze, Vorschriften und Leitlinien zur Verhinderung von Geldwäsche, der Finanzierung terroristischer Aktivitäten und damit zusammenhängender Verbrechen zugrunde liegt.

repay.me legt dafür als Mindeststandard folgende Anforderungen fest:
  • Benennung eines Beauftragten zur Bekämpfung der Geldwäsche (Geldwäschebeauftragter) und eines Stellvertreters
  • Ermittlung und angemessene Prüfung der Identität des Kunden
  • Bestimmung des Status „Politisch exponierte Person“
  • Führen von Aufzeichnungen und Aufbewahrung dieser Aufzeichnungen
  • Kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung (Monitoring)
  • Meldung verdächtiger Umstände oder Transaktionen an die Behörden
  • Fortlaufende Überprüfung der Zuverlässigkeit der Mitarbeiter
  • Regelmäßige Schulung der Mitarbeiter in der Verhinderung von Geldwäsche

Im Folgenden werden einzelne Anforderungen detaillierter ausgeführt:

Prüfungsprozess über Dienstleister

Ein grundlegend wichtiger Teil der Unternehmensvorschriften gegen Geldwäsche bei repay.me ist die Ermittlung und angemessene Prüfung der Identität der Kunden vor oder während der Teilnahme am Marktplatz durch offizielle Dokumente und sonstige relevante Angaben.

Der Zahlungsdienstleister wird dafür eingesetzt, um die Kunden zu überprüfen und anschließend die folgenden Zahlungsströme zu ermöglichen:
  • Transaktionen zwischen Verkäufer und Käufer mit Aufteilung der Transaktionsgebühren, Cashback & Provisionen
  • Stornierng der Transaktion zwischen Verkäufer und Käufer
  • Auszahlung von Cashback-Beträgen
  • Bezahlen mit kumuliertem Cashback

Bei jedem dieser Zahlungsströme muss der Kunde den KYC (Know Your Customer) Prozess durchlaufen. Die erforderlichen Informationen für KYC werden durch die Rechtsform des Kontoinhabers - privat oder professionell - und das Land des Kontoinhabers bestimmt.

Die erforderlichen Informationen und zur Verfügung zu stellenden Dokumente für KYC sind dabei folgende:
  • Identität
  • Unternehmen
  • Bankkonto
  • Foto-Identifikation

Sobald alle Informationen, die für eine Verifizierungsprüfung erforderlich sind, zur Verfügung stehen, führt der Zahlungsdienstleister eine Verifizierung durch.

Politisch exponierte Personen

Darüber hinaus sind angemessene, risikoorientierte Verfahren zur Bestimmung politisch exponierter Personen eingerichtet. Vorbehaltlich einer Risikobewertung im Einzelfall ist die Begründung bzw. Fortführung der Geschäftsbeziehung mit politisch exponierten Personen von der Geschäftsführung der repay.me zu genehmigen.

Monitoring

Die Geschäftsbeziehung mit den Kunden wird einer laufenden Überwachung bzw. Monitoring unterzogen, um ungewöhnliche oder verdächtige Transaktionen feststellen zu können. Dabei werden angemessene Prozesse und Systeme verwendet.

Meldung verdächtiger Transaktionen

Bestehen nach der Überprüfung des Kunden, der Betrachtung der Geldquelle und der Art der Transaktion Zweifel darüber, ob eine Transaktion gegen die Bestimmungen zur Verhinderung von Geldwäsche verstößt, entscheidet die Geschäftsführung in Abstimmung mit dem Geldwäschebeauftragten bzw. seinem Stellvertreter, ob die Geschäftsbeziehung insgesamt beendet wird.

Verdächtige Transaktionen werden umgehend den zuständigen Behörden gemeldet, einschließlich der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein. Gleiches gilt, wenn Tatsachen darauf schließen lassen, dass der Kunde seiner Offenlegungspflicht hinsichtlich des wirtschaftlich Berechtigten nicht nachkommt.

Für eine Meldung wird der Geldwäschebeauftragte bzw. sein Stellvertreter den Sachverhalt unter dem Blickwinkel seiner Ungewöhnlichkeit und Auffälligkeit im jeweiligen geschäftlichen Kontext würdigen. Die Aufzeichnungen und sonstige Belege über Geschäftsbeziehungen und Transaktionen sind unbeschadet anderer gesetzlicher Bestimmungen mindestens fünf Jahre aufzubewahren, wobei die Aufbewahrungsfrist im Falle einer Geschäftsbeziehung mit dem Schluss des Kalenderjahres beginnt, in dem die Geschäftsbeziehung endet.

Ansprechpartner

Wenn Sie Fragen haben oder zusätzliche Informationen zu unseren Maßnahmen gegen Geldwäsche wünschen, wenden Sie sich bitte an: Mario Peter, Geldwäschebeauftragter (Anti-Money Laundering Officer)